swb Zeitreisen-Kalender

Starke Tradition
smarte Zukunft

Seit 160 Jahren für ein modernes Leben
1854 Mord und Totschlag in Bremen!
1961 Bremen macht Schluss mit dem Koksen
2029 Nie wieder Crash-Gefahr: Robot-Cars erobern Bremens Straßen
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Stadt ohne
Schornsteine

Als die Neue Vahr 1957 mit Fernwärme zum deutschen Modell wurde

Im Jahr 1957

Die Zeitmaschine ist auf der Reise zum 1. Oktober 1957. Als sie sich dem Zieldatum nähert, saust plötzlich der Sputnik durchs Bild. Der erste künstliche Satellit in der Erdumlaufbahn! Auf einem anderen Bild kämpft die „PAMIR“ gegen einen tosenden Orkan. Vergeblich!

Auch die Hansestadt trauert um die Seeleute der berühmten Viermastbark. Dann rückt der Zieltag ins Blickfeld: An diesem Herbstmorgen schickt sich Bremen an, städtebauliche Geschichte zu schreiben! 60.000 Wohnungen wurden im 2. Weltkrieg zerbombt.

Weite Teile der Stadt in Schutt und Asche! Noch Mitte der 50er Jahre warteten 25.000 Menschen auf ein eigenes Zuhause, als die Architekten May, Reichow, Säume und Hafemann mit einem Mammutwerk beauftragt wurden: den Bau der Neuen Vahr! Eine moderne Schlafstadt mit 10.000 Wohnungen! Praktisch und funktional. Mit viel Grün. Und einer kompletten Infrastruktur von Schule bis Kirche. Das gab´s in dieser Größenordnung nirgendwo sonst im Wirtschaftswunderland Deutschland!

Heute, nach rekordverdächtiger Bauzeit, halten die ersten Mieter Einzug. Was sie sehen, löst Staunen aus. Komfortable Wohnungen! Voll verkabelt. Ein zentrales Müllsammelsystem. Und vor allem: Keine Schornsteine! Dank Fernwärme aus dem eigenen Kraftwerk Vahr. Hand in Hand mit Politik, Bauwirtschaft und Architekten hatten die Stadtwerke, heute swb, das innovative Versorgungsmodell realisiert. Während die Vahraonen ihre Wohnungen einrichten, strömt auch schon das erste heiße Wasser durch die Rohre.

Schornsteinfrei Wohnen: Das bedeutet kein Feinstaub. Kein Geruch. Gut für die Lunge. Angenehm für die Nase. Und schon vor 57 Jahren vorbildlich für die Umwelt! Neben konventionellen Kraftwerken, Heiz- und Blockheizkraftwerken setzt swb heute zwei Anlagen ein, die aus Abfällen Wärme und Strom erzeugen und damit wertvolle Ressourcen sparen. Das ultramoderne Müllheizkraftwerk in Findorff versorgt die Uni, den Technologiepark und weite Teile von Horn-Lehe mit Wärme.

Und das Mittelkalorikkraftwerk im Industriehafen speist in das swb-Fernwärmenetz im Bremer Westen ein, das auch die neu entstehende Überseestadt mit dieser umweltschonenden Energie versorgt. Auf diese Art gibt es mittlerweile etwa 30.000 Haushalte ohne Schornsteine in Bremen, und es werden ständig mehr.

Europa zappenduster –
Bremen leuchtet

Wie das unabhängige Stromnetz die Stadt 2006 vor einem Blackout bewahrte

Im Jahr 2006

Ein feiner Summton ist zu hören. Die Zeitmaschine läuft sich warm. Gleich wird sie sich auf den Sprung in die Zeit machen. Aktuelles Zieldatum: Samstag, 4. November 2006. Umschalten in den Startmodus. Los geht´s!

Ein kurzer Ritt auf dem Zeitstrahl und ein neues Abenteuer entfaltet sich vor den Augen: Deutschland ist aus dem Sommermärchen erwacht. Die Fußball-WM hat das Land zum Strahlen gebracht. Auch ohne Titel.

Jetzt ist es längst Herbst, und auch in Bremen stimmen sich alle auf einen gemütlichen Samstagabend ein. Gut 120 km westlich der Hansestadt bahnt sich zu dieser Zeit jedoch etwas an, was der Entspannung einen dicken Strich durch die Rechnung machen könnte.

Auf der Papenburger Meyer-Werft wartet der Luxusliner „NORWEGIAN PEARL“ auf die Ausschiffung über die Ems. Zwei Hochspannungsleitungen, die den Fluss kreuzen, werden von dem zuständigen Netzbetreiber abgeschaltet. Jedoch viel zu früh!

Und die benachbarten Energieversorger erfahren erst mit fataler Zeitverzögerung davon! In den Schaltstellen bricht Chaos aus. Wie Dominosteine bricht eine Leitung nach der anderen quer durch die Republik zusammen.

Es ist genau 22.09 Uhr, als in weiten Teilen Deutschlands und Europas, ja sogar in Marokko, die Lichter ausgehen. Bis zu zwei Stunden sind Länder und Leute ohne Strom. Bahnen stehen still! Hospitäler schalten auf Notbetrieb! Glücklich, wer ein paar Kerzen in der Schublade hat.

Viel glücklicher noch sind aber die Bremer dran: Dank der eigenen und von anderen Netzen unabhängigen Stromversorgung durch swb geht der dramatische Blackout an der Hansestadt spurlos vorbei. Bremen leuchtet, während anderswo alles zappenduster ist!

Auch heute können Bremer den in Bremen produzierten Strom direkt beziehen. Mit dem swb-Tarif „Strom von hier“ ist es ganz einfach, Strom aus eigenen Bremer Anlagen zu nutzen. Klimaschonend aus Wasserkraft und Müllverbrennung. Ohne Atom- und Kohlestrom.

Bremer Umland –
wir kommen!

Als sich Bremen und seine südlichen Nachbarn 1979
in der Kommunalen Gasunion zusammenschlossen

Im Jahre 1979

Start frei für die Zeitmaschine: Freitag, 29. Juni 1979, sagt das Display. Ein leises Surren ist zu hören. Noch ist alles schwarz. Dann die ersten Bilder aus dem Zieljahr. Reinhold Messner thront über dem Himalaya.

Er hat den K2 ohne Sauerstoffgerät bezwungen! Hoffnung auf nukleare Abrüstung: Breschnew und Carter unterzeichnen SALT-II. Dramatische Szenen spielen sich im Iran ab. Der Schah auf der Flucht! Ajatollah Khomeini ist neues Staatsoberhaupt. Wird das die Ölkrise weiter befeuern, die seit 1973 die Welt in Atem hält? Die Zeitmaschine stoppt.

Zoom auf Bremens Nachbarn im Süden: Auch hier denken immer mehr Menschen daran, Heizöl durch Erdgas zu ersetzen. An diesem Freitag startet die Gasversorgung der Region in eine neue Zukunft! Gemeinsam mit den Stadtwerken Bremen, heute swb, gründen die Gemeinden Stuhr und Bruchhausen Vilsen die Kommunale Gasunion (KGU). Auch Weyhe schließt sich dem neuen Versorgungsnetz an. Thedinghausen stößt später dazu.

Für viele Haushalte im Bremer Umland ist das ein guter Grund, auf das vorteilhafte Erdgas zu setzen. Raus mit den riesigen Öltanks! Rein mit einer kompakten Erdgasheizung, die auch im kleinsten Keller Platz hat. Nie wieder Öl bestellen müssen! Denn Erdgas ist sicher verfügbar.

Auch in den härtesten Wintern ein kuscheliges Zuhause! Einfach und bequem zu regeln. Und nicht zuletzt umweltschonender: Mit 25 Prozent weniger CO2-Ausstoß als bei der Verbrennung von Heizöl.

Heute, rund 35 Jahre später, hat die gute Nachbarschaft Bestand: swb beliefert Stuhr, Weyhe und Thedinghausen zuverlässig mit Erdgas. Und diese Nachbarschaft ist ausbaufähig: Zusätzlich zum Erdgas bietet swb auch Strom und Telefonie im Bremer Umland an.

Mammuts vor
Bremerhaven

Als 2007 die Eiszeit für die Trinkwasserversorgung ganz aktuell wurde

Im Jahre 2007

Was geschah am Mittwoch, dem 11. April 2007? Die Zeitmaschine wird es ans Licht bringen. Kurz vor dem Zeitziel erleuchten berauschende Bilder das Display: Live-Earth auf allen Kontinenten!

Ein 24-Stunden-Konzert der Superlative. Stars und ihre Fans setzen ein unüberhörbares Signal für den Umweltschutz und gegen die globale Erwärmung. Schließlich haben wir nur diese eine Erde.

Auch wenn die Astronomen im gleichen Jahr die Entdeckung des ersten bewohnbaren Exo-Planeten bejubeln. Entfernung: 20,5 Lichtjahre. Für den Menschen von heute keine Lösung.

Wie man nachhaltige Alternativen entwickelt, wird deutlich, als die Zeitmaschine stoppt.

Nebel liegt über dem Ahnthammsmoor bei Bremerhaven. Für die Zukunft der Trinkwasserversorgung in der Seestadt ist ein bedeutender Tag angebrochen.

Soeben haben die Hydrogeologen von swb den letzten von vier Brunnen in einen Boden geschlagen, der den Geist der Urzeit atmet. Vor mehr als 300.000 Jahren überwölbten riesige Gletscher das Land.

Mammuts zogen umher. Bedroht von Säbelzahntigern und Höhlenlöwen! Mächtige Schmelzwasserströme drangen tief ins Erdinnere ein und formten ein gewaltiges, unterirdisches Fluss-System. Die Bremerhavener Rinne!

Ein nahezu unerschöpfliches und regenerierbares Reservoir für Trinkwasser höchster Güte.

Diese Quelle ist völlig frei von menschengemachten Einflüssen, wie z. B. Pestiziden aus der Landwirtschaft. swb schöpft das Wasser aus einer Tiefe von 100 bis 120 Metern. Aufbereitet wird es mit dem wegweisenden UEE-Verfahren: Unterirdische Enteisenung und Entmanganung. Eisen und Mangan müssen raus aus dem Wasser. Soviel ist klar. Auch laut Gesetz.

Anstatt dafür aber große Anlagen in die Landschaft zu setzen, funktioniert dieser Prozess direkt an der Quelle. Bei diesem Verfahren fallen weder Filterrückstände noch Spülwasser an. Die Chemie stimmt. Und die Naturidylle ist gewahrt. Heute wird das Trinkwasser für Bremerhaven zu rund einem Siebtel aus dem Ahnthammsmoor gespeist. Klares, wohlschmeckendes Trinkwasser in geprüfter Qualität. Jeden Tag zuverlässig aus dem Hahn.

Nie wieder
Crash-Gefahr

Robot-Cars erobern Bremens Straßen E-Mobilität im Jahr 2029 –
sicher, emissionsfrei und völlig entspannt

Im Jahre 2029

Die Zeitmaschine ist auf Montag, den 21. Mai 2029 eingestellt. Blitzschnell rauschen die ersten Jahre vorbei, ohne dass man Details erkennen könnte. Plötzlich kommt die Zeitmaschine zur Ruhe. Die Bremer City taucht aus dem Nebel auf. An einem Kiosk die Zeitungsschlagzeilen des Tages: „Bremen praktisch schuldenfrei.” Und gleich darunter: „Champions-League-Finale – Werder demütigt Bayern mit 4:0!”

Nicht weniger sensationell ist jedoch etwas ganz anderes: Es ist unglaublich leise in der Stadt. Und es riecht kein bisschen nach Abgasen, obwohl eine Blechkolonne nach der anderen über die Straßen rollt. Hier und da hängt sich ein Fahrzeug an oder schert aus. Wie von Geisterhand gezogen. Robot-Cars! E-Mobile der neuesten Generation. Völlig lautlos bewegen sie sich über den grünen Anti-Rutsch-Asphalt. Mit null Emission. Von swb über Induktionsschleifen sicher durch den Verkehr gelotst.

An jedem Parkplatz wachsen futuristische Stromladesäulen aus dem Boden. Was jedoch am meisten verblüfft, ist die Tatsache, dass hinter keinem Steuer ein Mensch sitzt. Ja, es gibt nicht einmal ein Steuer! Die Robot-Cars werden von Computern gelenkt. Kein Crash mehr! Perfekt, um entspannt zu reisen und zu arbeiten. Oder für eine mobile Party. Der Computer bleibt nüchtern und bringt die Menschen sicher nach Hause. Er holt sie auch ab - ein Anruf mit dem Smartphone genügt. Und er wäscht sich von ganz alleine.

Ein Fingerdruck auf den Self-Clean-Button genügt, und auch der hartnäckigste Schmutz löst sich in Luft auf. Renewable-Biolack heißt das Geheimnis. Faszinierend, diese Zukunft! Schon seit 2009 unterstützt swb E-Mobilität mit umfangreichen Förderprogrammen und bietet Zuschüsse für die Anschaffung von Elektroautos und Elektrofahrrädern an. Aktuell stehen bereits 58 Ladestationen in der Metropolregion Bremen/Oldenburg und sichern die Möglichkeit für die Fortbewegung mit Strom.

Bremen macht Schluss
mit dem Koksen

Wie die „Bremer Anlage“ 1961 die deutsche Heizungstechnik revolutionierte

Im Jahre 1961

Zeitziel definiert: Montag, 6. Februar 1961. Lautlos taucht die Zeitmaschine ein in die Frühzeit der Swinging Sixties. Unscharfe Bilder. Plötzlich kristallklar. Was für ein Panorama: Da ist die Wostok 1, die Juri Gagarin als ersten Menschen in den Weltraum katapultiert! John F. Kennedy heißt der neue Hoffnungsträger des Westens. Aber auch er kann die Berliner Mauer nicht verhindern, die fortan Deutschlands Teilung zementiert. Dann stoppt die Zeitmaschine: Zieldatum erreicht.

Winterliches Bremen. Der Borgward-Konkurs steckt den Menschen in den Knochen und erschüttert das deutsche Wirtschaftswunderland. An diesem Montag sendet die Stadt jedoch noch ganz andere Signale. Mehr als 2000 Ungläubige besuchen das „Gas-Mekka“ Bremen, darunter viele Stadträte aus nah und fern. Sie alle wollen wissen, was es denn auf sich hat mit der sagenumwobenen „Bremer Anlage“. Haben die Stadtwerke, heute swb, etwa das Ei des Columbus gefunden?

Aber ja! Raumheizung und Warmwasserbereitung in einem Gerät! Gasbetrieben und vollautomatisch. Günstiger als Öl. 20 Jahre haltbar. Ohne nervtötende Geräusche. Da bullert nichts. Und vor allem: Viel sauberer und umweltfreundlicher als mit Koks zu heizen. Das gab´s noch nie! Je näher sie die Erfindung unter die Lupe nehmen, desto überzeugter sind die Pilger am Abend dieses Tages, dass die „Bremer Anlage“ keine Fata Morgana ist.

Der Siegeszug der modernen Heizungstechnik hat begonnen. Fortan gilt die Devise der Hansestadt in der ganzen Republik: „Man heizt mit Gas!“ Auch heute unterstützt swb den Einbau von energieeffizienten Erdgasheizungen. Unter der swb-Marke Inhome Heizservice ist moderne Brennwerttechnik erhältlich, die Energiekosten spart und obendrein finanziell gefördert wird.

Das Land Bremen –
ein Sonnenparadies?

Solarenergie im Jahr 2020 lässt die Sonne auch nachts arbeiten

Im Jahre 2020

Abenteuer Zukunft, nächstes Kapitel. Das Display der Zeitmaschine ist auf Samstag, den 18. Juli 2020 programmiert. Für den Jahrhundertkreuzer ein Klacks. Sein Zeittransformator ist kaum im Betriebsmodus, da ist das Zieldatum bereits erreicht. Ein wolkenloser Tag. 12 Uhr mittags. Die Sonne scheint. Von der Bremer Überseestadt bis zum Bremerhavener Fischereihafen spannt sich ein stahlblauer Himmel. „Hier arbeitet die Sonne auch nachts“, verkünden viele Werbeplakate.

Wie soll das gehen? Das kann ja noch nicht mal Miami!

EQOO heißt des Rätsels Lösung. Ein System von swb. Sonnenkollektoren und der EQOO-Stromspeicher bilden in den Neubauten ein autarkes Hauskraftwerk. Was die Photovoltaikanlage tagsüber an Sonnenlicht einfängt, kann dank der Speicherfähigkeit der Lithium-Ionen-Akkus abends und nachts verbraucht werden. Zum Fernsehen. Zum Freunde bekochen. Zum Wäsche waschen. Der Strom ist da. Selbst produziert aus 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Und das ist noch lange nicht alles. Das Land Bremen präsentiert an diesem Tag in der Zukunft das ganze Spektrum der solaren Nachhaltigkeit. Nach den Dächern sind auch die Fassaden zu Sonnenfängern geworden: Organische Solarfolien überziehen die Wände. Cooles Design inklusive. Andere sind mit Solarfarben ausgerüstet. Quantenpunkte in der Nanostruktur leiten die Sonnenenergie weiter. Auf der glitzernden Weser dümpeln Solarinseln. Ihre kugelförmigen Lichtmodule lassen sich keinen einzigen Strahl entgehen. Ein Sonnenparadies. So sieht es aus.

Heute kann jeder Hausbesitzer mit dem Solarkataster für Bremen und Bremerhaven durch wenige Klicks prüfen, ob sich die Dachflächen des eigenen Hauses für den Bau einer Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlage eignen. Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen wird von der KfW gefördert. Dazu noch das EQOO Hausspeichersystem, und die „Sonnenbilanz“ wird sich in den nächsten Jahren nachhaltig verbessern.

Surfparadies
Bremerhaven

Wie das blitzschnelle Internet im Jahr 2013 die Seestadt erreichte

Im Jahre 2013

Die Zeitmaschine ist startklar für ihren nächsten Einsatz. Donnerstag, 8. August 2013, lautet das Zeitziel. Ein kurzer Sprung in die Vergangenheit, den die Maschine in Sekundenschnelle meistert. Es bleibt kaum Zeit, die vorbei rauschenden Bilder von den ersten politischen Protesten in der Ukraine und den feiernden Siegern der deutschen Bundestagswahl wahrzunehmen, als die Maschine zur Ruhe kommt und friedliche Impressionen aus Bremerhaven ins Blickfeld rücken.

Wir werden Zeuge, wie die Seestadt in den Vormittagsstunden dieses Sommertags ein neues Kapitel in der Telekommunikation aufschlägt: Oberbürgermeister Melf Grantz greift zum Spaten und gibt damit das symbolische Go für ein swb-Projekt, das die Menschen in der Stadt fit für das Internet der Zukunft macht. VDSL heißt die Devise. Very High Speed Digital Subscriber Line. Um Jung und Alt an dieses Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen zu können, verlegt swb im Stadtgebiet Glasfaserleitungen von insgesamt rund 30 Kilometern!

Für Bremerhaven ist das ein „surf-technischer“ Quantensprung. Mit 50 Megabit pro Sekunde durch das Internet! Das ist eine Geschwindigkeit, die neben der Büroarbeit auch die Freizeit leichter macht: Nur wenige Augenblicke braucht das neue Netz für den Download eines Kino-Blockbusters, eines aktuellen Chart-Albums oder eines Live-Streams von großen Sportereignissen. Mit VDSL ist die Seestadt fortan auf der Überholspur der Datenautobahn unterwegs!

Bis Ende 2014 wird swb bereits rund 40.000 Haushalte in Bremerhaven an das neue Kommunikationsnetz angeschlossen haben. Das sind etwa zwei Drittel aller Haushalte. Durch technische Weiterentwicklungen wird sich die Übertragungsgeschwindigkeit in absehbarer Zeit noch einmal verdoppeln.

Mord und Totschlag
in Bremen!

Als die neue Gasanstalt 1854 ein dunkles Kapitel der Hansestadt beendete

Im Jahre 1854

10, 9, 8…Countdown für die Zeitmaschine. Sie ist auf den 23. September 1854 programmiert. Start erfolgreich! Die Konturen der Gegenwart beginnen zu verschwimmen. In rasenden Bildfolgen bewegen wir uns in die Geschichte. Zeitziel erreicht! Als sich der Nebel lichtet, öffnet sich eine andere Welt. Auf der Krim tobt ein erbitterter Krieg. Im Deutschen Bund herrscht blanke Not. Zigtausende wagen die gefahrvolle Überfahrt ins gelobte Amerika.

Geblendet vom kalifornischen Goldrausch bereiten sich auch in Bremen Abenteurer und Verzweifelte darauf vor in See zu stechen, den gefürchteten Herbststürmen zum Trotz. Die Daheimbleibenden bewegt jedoch etwas ganz anderes: Kein ehrbarer Bürger traut sich nach Sonnenuntergang auf die Gassen. Spitzbuben liegen auf der Lauer. Dirnen und Schmuggler bieten ihre Dienste feil.

Und niemand ist in der Dunkelheit vor ihnen sicher. Heute aber wollen die Stadtoberen diesen Strolchen das Handwerk legen. Gaslicht wird die Stadt erleuchten und das Gesindel vertreiben. Gebannt warten die Menschen auf den großen Augenblick.

Die Turmuhren schlagen acht, als der Beleuchter die erste der Laternen auf dem Bahnhofsvorplatz entzündet, die mit Gas aus der neuen Gasanstalt hinter dem Bahnhof versorgt werden. Ein kurzes Flackern, dann erstrahlt sie in voller Kraft. Das ist die Geburtsstunde des bremischen Energieversorgers, heute swb. Ein lautes Hurra hallt über den Platz.

Auch den dreistesten Ganoven geht jetzt ein Licht auf. Schluss mit zappenduster! Endlich können die Bremerinnen und Bremer zu abendlicher Stunde sicher und unbeschwert durch ihre schöne Stadt flanieren. Auch heute leistet swb Pionierarbeit in der Beleuchtung. Straßenleuchten mit LED-Technologie reduzieren den Energieverbrauch um ein Vielfaches und tragen zum Artenschutz bei, weil ihr Licht keine Nachtfalter und andere Insekten anzieht.

Hauptstadt der qualmenden Socken

Als Bremen 2005 mit dem swb-Marathon zum Lauf-Mekka wurde

Im Jahre 2005

Zeit für ein sportives Abenteuer mit der Zeitmaschine: Zoom auf Sonntag, den 25. September 2005. Rasch ist der Zeitkorridor durcheilt. Während die Maschine stoppt, rast der Spanier Fernando Alonso mit seinem Formel-1-Boliden auf dem Shanghai International Circuit von China zum WM-Triumph. So schnell geht es in Bremen an diesem Tag nicht zu. Die Hansestadt brennt auf ein Sportereignis, für das die Athletinnen und Athleten „nur“ ihre Beine brauchen. Dafür aber ultimativ: Marathon. 42,195 Kilometer. Die Königsdisziplin.

Der Veranstalter Marathon Club Bremen hatte gemeinsam mit swb als Hauptsponsor alles dafür getan, dem Marathon in der Stadt eine Zukunft zu geben. Perfekte Streckenplanung. Nicht außerhalb über Stock und Stein. Sondern mittendrin. Vorbei an allen Highlights der City. Super getaktet mit den Bussen und Bahnen der BSAG. Vorbildlich abgeschirmt von der Polizei. Und mit einem „Marathon-Crack“ als Schirmherr, der zur Premiere gleich selbst an den Start geht: Willi Lemke. 3.300 Marathonis warten gebannt auf das Go. Sie ahnen, dass die Sonne zum größten Gegner wird.

Startschuss 9.00 Uhr durch Henning Scherf. Moderatoren-Legende Arthur Schmidt feuert die Läuferinnen und Läufer frenetisch an. 20.000 Zuschauer bilden eine fantastische Kulisse. Die spätsommerliche Hitze fordert ihren Tribut. Während an der Strecke Kaffee und Bier fließen, strömt bei den Hauptakteuren nur der Schweiß. Marek Dryja aus Polen haushaltet mit seinen Kräften am besten. Die Neu-Bremerin Fakja Hofmann siegt bei den Frauen. Ein wunderbares Rennen. Und der Beginn einer großen Leidenschaft. Bremen ist wieder Marathon-Stadt!

Jahre swb-Marathon Bremen!
swb bleibt dieser Veranstaltung verbunden. Genauso wie den vielen Menschen in der Stadt, die den jungen Klassiker in ihr Herz geschlossen haben.

swb setzt Bahn
unter Strom

Wie swb den Strom 1964 in neue Bahnen lenkte.

Im Jahre 1964

Kommando: 50 Jahre zurück! Blitzschnell bewegt sich die Zeitmaschine Richtung 1964. Die ersten Bilder zeigen ein Jahr der Kontraste: Friedensnobelpreis für Martin Luther King! Nelson Mandela zu lebenslänglich verurteilt! Während Deutschland auf die neue TV-Show „Der goldene Schuss“ hinfiebert, wütet in Fernost der Vietnam-Krieg. In Japan stellt der „Shinkansen“ einen Fabelrekord auf: 210 km/h für den ersten Hochgeschwindigkeitszug der Welt! Dann ist das Zeitziel erreicht. Es ist 14. Dezember im Jahre 1964.

Gerade eben rollt ein Zug in den Bremer Hauptbahnhof ein. Aber es ist nicht irgendein Zug, sondern der berühmte „Rheingold-Express“ mit dem Panoramadach in der Mitte, das erste Mal gezogen von einer Elektro-Lok. Angetrieben wird sie von Strom, der aus Gichtgas, einem Nebenprodukt bei der Stahlerzeugung, gewonnen wird.

Neben den Hochöfen der Klöcknerhütte hatten die Stadtwerke Bremen, heute swb, das Kraftwerk Mittelsbüren gebaut, um das Gichtgas in Strom für die Deutsche Bundesbahn zu verwandeln. Anfangs lieferte der erste Block des Kraftwerks im Normalbetrieb 50 MW stündlich direkt in das Stromnetz der Bahn! Das Besondere an diesem Strom: Statt der üblichen 50 Herz benötigen die E-Loks der Bahn Strom mit einer Frequenz von 16 2/3 Herz. Damit begann nach 117 Jahren Eisenbahngeschichte eine neue Epoche, die sich rasant weiter entwickeln sollte.

Später wurde die Leistung des Kraftwerks auf insgesamt 210 Megawatt erhöht. Ungefähr jeder zehnte elektrisch betriebene Zug in Deutschland fuhr damit mit umweltschonendem swb-Strom aus Bremen. Denn die Gichtgas-Nutzung sparte nicht nur Kohle als Brennstoff ein, sondern reduzierte schon damals den CO²-Ausstoß deutlich. Und damit nicht genug, in den neunziger Jahren bauten ABB und die damaligen Stadtwerke einen Frequenz-Umrichter, der je nach Bedarf den 16 2/3 Herz Strom für die Bahn oder 50 Herz Strom für die Bremer Haushalte bereitstellen konnte. Mit einer bis dahin weltweit einmaligen Technik.

Durch den Umrichter konnte das Gichtgas vollständig zur Stromerzeugung verbraucht werden, oder wenn nicht genug davon zur Verfügung stand, einfach Strom aus dem Bremer Netz für die Bahn eingespeist werden. Eine optimale und umweltfreundliche Energieausbeute.

Auch heute produziert swb mit modernster Technik Strom und baut in Kooperation mit anderen Energieversorgern und der DB-Energie ein hoch flexibles, effizientes und umweltschonendes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk. Es ist eine optimale Ergänzung zum wetterabhängigen Strom aus Wind und Sonne, weil das Kraftwerk schnell rauf und runter geregelt werden kann und so dafür sorgt, dass nie zu viel aber auch nie zu wenig Strom im Netz ist.

Bremerhavens
Bürger triumphieren
im Wasserkrieg

Warum ausgerechnet ein „Wasserkrieg“ für das erste kommunale Wasserwerk sorgte.

Im Jahre 1885

Auf ins Deutsche Kaiserreich! 129 Jahre zurück! Die Zeitmaschine ist auf Samstag, den 20. Juni 1885 eingestellt. Blitzschnell bewegen wir uns durch den Zeittunnel. Die ersten Bilder des Zieljahres zeigen Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach, die auf dem ersten Prototypen des Motorrads durch die Gegend brausen. Da ist Louis Pasteur, der den Menschen mit seinen Schutzimpfungen die Angst vor der Tollwut nimmt! Auf dem nächsten Bild sticht der Geestemünder Fischdampfer „SAGITTA“ in See. Mit diesem Schiff beginnt die große Ära der deutschen Hochseefischerei!

Wenige Augenblicke später ist die Zeitmaschine am Ziel: Bremerhaven, Langener Landstraße. In Lehe hatte vor rund dreißig Jahren Johann Hinrich Eits in punkto Wasser eine versorgungstechnische Pioniertat erbracht. Er pumpte mit Pferdekraft Wasser in einen Hochbehälter, von dem aus es durch Eisenrohre ins benachbarte Bremerhaven plätscherte. Eits‘sche Wasserkunst.

Doch er bekommt bald Konkurrenz: Direkt neben Eits‘ Brunnengrundstück in Lehe setzt Melchior Schwoon 1853 einen hochmodernen Wasserturm – noch heute ein Wahrzeichen Lehes. Sein Turm ist gemauert, er benutzt Dampfkraft, und er baut das erste Mal bequeme Hausanschlüsse statt öffentlicher Zapfstellen.

Eits gerät in Zugzwang. Auch er stellt nun auf Dampfkraft um, schafft Hausanschlüsse und baut einen Turm, um Wasser zu speichern und gleichmäßigen Druck zu wahren. Doch vor allem er selbst bleibt unter Druck. Denn was er auch tut: Schwoon & Co. bleiben ihm stets eine Nasenlänge voraus. 17 Jahre lang tobt zwischen Schwoon und Eits ein „Krieg um das Wasser“, unter dem vor allem die Bremerhavener und die Qualität ihres Trinkwassers zu leiden hatten. Eits konnte Schwoon nicht besiegen, also verheiratete er 1870 seine Tochter an den Sohn seines Konkurrenten. Der Krieg war zu Ende, die Fusion geboren.

Doch diese nutzten die beiden jetzt schamlos aus, sie erhöhten die Wasserpreise so oft, dass sie sich bald verdoppelt hatten. Wieder mussten die Bremerhavener darunter leiden – und begehrten auf. Ihre Beschwerden bei der Stadt setzten die kommunale Wasserversorgung in Gang.

Am 14. März 1884 beschließt die Stadtverordnetenversammlung endlich den Bau des ersten städtischen Wasserwerks für fast 14 000 Bremerhavener Bürger. Und jetzt, am 20. Juni 1885 ist es soweit. Das erste Wasser strömt durch die Rohre des neuen Wahrzeichens, dem Wasserturm an der Langener Landstraße. Der Jubel ist frenetisch. Jetzt kann auch das neue Krankenhaus einen festen Wasseranschluss bekommen! Endlich sauberes Wasser für alle!

So etwas kann man sich heute kaum noch vorstellen. Denn heute sorgt swb zuverlässig für eine sichere Trinkwasserversorgung. Bevor das Wasser aus dem Hahn kommt, durchläuft es einen mehrstufigen Aufbereitungsprozess. Das Ergebnis ist ein absolut reines Wasser, das die strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung mehr als erfüllt.

Beam me up, Handy

Beim Telefonieren im Jahr 2027 steht uns unser Gesprächspartner gegenüber!

Im Jahre 2027

Kommando Zukunft: Volle Kraft voraus! Ziel der Zeitmaschine ist Mittwoch, der 23. Juni 2027. Für ein paar Sekunden ist das Display schwarz wie die Nacht. Dann sind erste Objekte zu erkennen. Hausfronten. Passanten. Plötzlich eine Farbexplosion. Als ob der Bildschirm glüht. Die Zeitmaschine stoppt. In kristalliner Schärfe manifestiert sich die Bremer City. Die Sonne steht hoch am Himmel. Demnach muss es gegen Mittag sein. Ist das die Obernstraße? Korrekt identifiziert. Und doch wirkt alles ganz anders!

Viele der Fassaden sind mit einer Art pflanzlichem Teppich überzogen. Luftreinigend und schallschluckend. Blütenmeere wogen darauf im zarten Wind. Duftumwölkt und schmetterlingsumschwirrt. Vertical gardens der Zukunft. Doch was ist das da auf der Domsheide: Das antike Rom? Eine Burg aus dem Mittelalter? Das Deck der Titanic? Was auch immer man will! Ein virtueller Erlebnispark, der die Menschen durch Holografie in ferne Räume und Epochen entführt.

Viele der Stadtbummler sind in einen Smalltalk vertieft. Einige wirken irgendwie luftig. Beinahe durchsichtig. Und doch sind sie da. In voller Größe. Das sind die Gesprächspartner der Telefonierenden! Kaum zu glauben, aber wahr. So sieht sie aus, die Telefonie mit swb im Jahre 2027. Die Magie der Holografie: Die eingebauten Mini-Laser-Projektoren des Smartphones werfen den Gesprächspartner in den Raum und lassen ihn als leibhaftiges Gegenüber erscheinen. Und das praktisch ohne Energieaufwand.

Denn die Akkus der Handys basieren auf energiereichen Metallen, die fast keinen Appetit mehr auf Strom haben. Ihre Kraftnahrung beziehen sie zu 98 Prozent aus der Umgebungsluft. Ein Handy, das atmet! „Faszinierend“, würde der Mann mit den spitzen Ohren jetzt sagen. Ob Festnetz, Mobilfunk oder Internet: Schon heute kann man mit swb ganz bequem telefonieren und surfen. Produkte, wie „swb DSL 50 premium“ oder „swb Cloud“ machen das Leben schneller und einfacher. Zu attraktiven Preisen und mit einem Höchstmaß an Sicherheit. Die Zukunft kann kommen!

Bremer Haus glänzt
im Intelligenztest

Wie Smart-Home-Technologie im Jahr 2022 unser Leben einfacher macht

Im Jahre 2022

Ziel der Zeitmaschine: Sonntag, 27. November 2022. Los geht’s! In wenigen Sekunden hat die Maschine die Jahre überbrückt. Was zeigt der Monitor? Abendstunden. Bremer Schietwedder. Diesig. Rauer Wind. Regen peitscht gegen die Hausfronten. Ein Tag für Couch-Potatos. Dann offenbart sich das Innenleben eines Bremer Hauses. Ist das Science-Fiction? Nein, es ist real.

Der erste Held der künstlichen Intelligenz ist schon betagter: James, der sprechende Kühlschrank! Er gibt der Familie einen dezenten Hinweis, wenn sich die Eier oder der Joghurt ihrem Haltbarkeitsdatum nähern, aber ihn gibt es schon länger. Etwas neuer ist Olga, die denkende Waschmaschine. Auch sie hat mächtig was auf dem Kasten. Im Nu screent sie die Wäsche auf ihren Verschmutzungsgrad. Ihr schmecken nur Waschmittel mit Bio-Tensiden aus nachwachsenden Mikroorganismen. Statt Wasser setzt sie auf Trockeneis im geschlossenen Kreislauf. Nachschub überflüssig! Gut für die Natur. Prima fürs Portemonnaie.

Plötzlich stampft etwas Gewaltiges durch den Altbau: Ein Tyrannosaurus Rex in Lebensgröße! Imaginiert durch bildschirmsprengendes Action-3D. Gut, dass die Kleinen schon im Bett sind. Der Fernseher weiß das. Die Sensoren, die über ihren friedlichen Schlaf wachen, haben es ihm mitgeteilt. Der einzige, der dem Saurier auf den Leim geht, ist Stubentiger Micky. Wie der Blitz flüchtet er durch die Katzenklappe in den Garten. Auch die Katzenklappe ist intelligent geworden - ihr Scan lässt nur Micky und keine andere Katze wieder rein.

Jetzt geht das Garagentor auf und der Hausherr fährt hinein. Nanu? Er lässt den Motor laufen und steckt einen Stecker in ein Schaltpult an der Wand. Brennstoffzelle! Mit Wasserstoff angetrieben ist so ein „Motor“ optimalerweise dauernd in Betrieb. Und so läuft er die ganze Nacht durch und lädt die Stromspeicher des Hauses, während seine Bewohner schlafen. Morgen früh geht es wieder los, und dem Haus steht für einen weiteren Tag genügend Energie zur Verfügung.

swb baut mit an der smarten Zukunft. Neben Strom, Erdgas, Trinkwasser und Wärme bietet swb schon heute intelligente Telefonie und Smart-Home-Technologie. Alles aus einer Hand. Und alles aus Bremen. Wie geschaffen für ein Haus mit Grips.